Kaffeevollautomat Einbaugerät

Siebträgermaschinen

Siebträgermaschinen – Mit Druck zum richtig guten Espresso

Die Siebträgermaschine ist vielleicht die italienischste Methode Kaffee zuzubereiten. Fand man sie noch vor einigen Jahrzehnten fast ausschließlich in Kaffeebars südlich der Alpen, hat sie heute auch bei uns einen Platz in Gastronomie und Privathaushalten erobert.

Das Prinzip dieser Kaffeezubereitung ist weniger kompliziert, als manche vielleicht meinen. Der frischgemahlene Kaffee wird in den sogenannten Siebträger gegeben und mittels eines Tampers komprimiert, d. h. mit leichtem Druck zusammengepresst, und dann in die vorgesehene Halterung eingeklemmt. Innerhalb der Siebträgermaschine wird das Wasser erhitzt, zur Brühgruppe gepumpt und dann durch das Kaffeepulver gepresst. In der Regel läuft der frische Kaffee dann an zwei Ausläufen heraus in die darunter gestellte Tasse.

Dabei spielt das Wort „gepresst“ eine wichtige Rolle. Siebträgermaschinen werden landläufig auch als Espressomaschinen bezeichnet, denn für die Zubereitung dieser Kaffeespezialität wurden die Geräte einst konstruiert. Einen Espresso erkennt der Kaffeeliebhaber an der sogenannten Crema, einer dünnen Schicht aus Kaffeeschaum, die sich über den Espresso legt. Damit diese entsteht, wird ein Druck von 9 Bar benötigt. Dieser in der Brühgruppe erzeugte Druck unterscheidet die Siebträgermaschine von allen anderen Zubereitungsmethoden. Eine große Übersicht gibt es im Siebträgermaschine Test.

Alternativen zur Siebträgermaschine

Die Espressokanne etwa arbeitet zwar ebenfalls mit Druck, der beträgt aber nur gut 1/3 des Brühdrucks einer Siebträgermaschine. Eine Crema entsteht auf diese Weise nicht, und so gesehen ist die Bezeichnung Espressokanne sogar irreführend. Ein Kaffeevollautomat hingegen, der auf Knopfdruck Kaffee, Espresso oder Ristretto aufbrühen kann, hilft häufig bei der Crema ein wenig nach. Die den Kaffeeschaum bildenden Bläschen werden mittels hineingeblasener Luft erzeugt.

 

 

Was sollte beachtet werden

Für viele Kaffeeliebhaber steht fest, dass Siebträgermaschinen den besten Kaffee zubereiten, die schnellste und unkomplizierteste Methode ist es allerdings nicht. Je nach Heizsystem kann es einige Minuten dauern, ehe eine Siebträgermaschine einsatzfähig ist. Anders als bei Kaffeevollautomaten ist bei ihrer Anschaffung immer eine zusätzliche Kaffeemühle notwendig, die die Kaffeebohnen frisch vor der Zubereitung zu Pulver mahlt. Vorgemahlenen Kaffee zu kaufen würde dem Besitzer einer Siebträgermaschine übrigens nicht einfallen. Denn wer sich ein solches, oft nicht günstiges Stück in seine Küche stellt, versteht in aller Regel etwas von Kaffee und weiß wie schnell dessen Aroma verfliegt.

Zubehör

Ein weiteres unverzichtbares Zubehör ist der bereits erwähnte Tamper. Eine meist aus Stahl bestehende Scheibe, die mit dem Durchmesser des Siebträgers abgestimmt, und an der ein Griff befestigt ist. Mit ihm wird das Kaffeepulver im Siebträger zusammengepresst. Je fester das Kaffeepulver gepresst ist, desto länger braucht das Wasser hindurchzukommen und desto mehr Geschmacksstoffe gelangen aus dem Kaffeepulver in die Tasse. Wer allerdings zu viel Druck ausübt, läuft Gefahr einen zu bitteren Kaffee zu brühen.

Fazit

Ganz so einfach ist die Bedienung einer Siebträgermaschine dann also doch nicht. Nicht zu Unrecht hat sie mit dem Barista sogar einen eigenen Berufsstand hervorgebracht. Die Kunst einen richtig guten Espresso zuzubereiten, ist allerdings mit ein wenig Übung durchaus erlernbar.




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